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Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED)

Bei einer verbalen Entwicklungsdyspraxie ist die Planung der Bewegungen beim Sprechen gestört. Betroffene Kinder wissen oft genau, was sie sagen möchten, haben aber motorische Probleme die Mund- und Zungenbewegungen durchzuführen. Dies äußert sich primär in einer auffälligen Aussprache und kann sich mitunter stark auf das Sprechverhalten und das Selbstbewusstsein des Kindes auswirken.

Symptome einer verbalen Entwicklungsdyspraxie:

  • Bereits als Säugling lallt und „brabbelt“ das Baby kaum
  • Der eigentliche Sprechbeginn (ca. 12 Monate) ist stark verzögert
  • Der Wortschatz des Kindes entwickelt sich nur sehr langsam weiter
  • Die Aussprache ist kaum verständlich – Lautbildungsfehler variieren stark und es ist kein System zu erkennen (bspw. wird ein Laut nicht konstant durch einen anderen ersetzt, sondern durch verschiedene bzw. fällt teilweise komplett weg)
  • Einzelne Wörter sind verständlicher als Sätze
  • Die Ausübung der Sprechbewegungen bereiten dem Kind große Probleme – bereits die Nachahmung von einzelnen Lauten oder Tiergeräuschen können schwerfallen
  • Häufig benutzte, somit gut erprobte Wörter oder auch Sätze (bspw. „Papa guck mal da“) können teilweise gut verständlich und hinsichtlich der Aussprache unauffällig gesprochen werden
  • Das Mitsprechen von Reimen oder das Mitsingen von Liedern gelingt nicht oder wird verweigert
  • Das Kind wendet oft nonverbale Strategien zur Kommunikation an
  • Das Sprachverständnis ist meist uneingeschränkt

Die Behandlung einer verbalen Entwicklungsdyspraxie

Die Behandlung einer verbalen Entwicklungsdyspraxie sollte so früh wie möglich 2x wöchentlich, in enger Zusammenarbeit mit den Eltern erfolgen. Der Therapieverlauf ist stark abhängig von den Symptomen des betroffenen Kindes und wird individuell auf diese abgestimmt. Besteht bereits ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten in Sprechsituationen, sollte dieses zunächst überwunden, und das Kind dazu motiviert werden, sich sprachlich auszuprobieren.

Ihre Ansprechpartnerin

Inga Sprengel absolvierte 2013 ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin an der medizinischen Akademie in Leipzig und ist seither in der Sprech- und Sprachtherapie für Kinder und Jugendliche tätig. Im Januar 2020 erlangte sie zusätzlich ihr Zertifikat zur LRS-Trainerin.