Unsere Behandlungsschwerpunkte

Wir helfen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bei der Entwicklung und Entfaltung sprachlicher Fähigkeiten

Sprachentwicklungsverzögerung​en

Bei einer Sprachentwicklungsverzögerung bestehen zeitliche Differenzen zu einer gesunden Sprachentwicklung, die aber in absehbarer Zeit aufzuholen sind. Es sind mehrere Bereiche der Sprachentwicklung in Kombination miteinander verzögert. Dies kann das Sprachverständnis, den Grammatikerwerb, die Aussprache und /oder den Wortschatz betreffen. Organische Ursachen müssen vorab ausgeschlossen werden.

Sprachentwicklungsstörungen

Eine Sprachentwicklungsstörung kann in Kombination mit einer Grunderkrankung auftreten oder auch als spezifische Sprachentwicklungsstörung als eigenständige Erkrankung. Es sind mindestens drei der folgenden Bereiche nicht altersgerecht entwickelt: Sprachverständnis, Wortschatz, Grammatik und/oder Aussprache. Eine Sprachentwicklungsstörung bedarf oft einer langwierigen logopädischen Behandlung.

Störungen des Grammatikerwerbs​

Eine Störung des Grammatikerwerbs (Dysgrammatismus) liegt dann vor, wenn der Satzbau und /oder weitere grammatische Strukturen wie beispielsweise die Beugung von Wörtern fehlerhaft sind. Kinder mit einer solchen Problematik benötigen häufig mehr Zeit, um grammatische Regeln zu begreifen und anzuwenden. Besteht eine Zweisprachigkeit, sollte zunächst der Dysgrammatismus in der Muttersprache behandelt werden.

Sprachstörungen durch Hörstörungen

Hörstörungen beeinflussen die Sprachentwicklung stark und sollten möglichst früh erkannt und behandelt werden. Besteht bereits die Versorgung über ein Hörgerät oder ein Cochlea-Implantat (CI) ist eine logopädische Behandlung sinnvoll, um das Erlernen von Lautbildungsprozessen zu erleichtern. Bestand über einen längeren Zeitraum eine Hörstörung (bspw. durch einen Paukenerguss), sollte die logopädische Therapie im direkten Anschluss an die Behandlung der Hörstörung erfolgen.

Redeflussstörungen​

Eine Redeflussstörung wird meist als Stottern bezeichnet und äußert sich durch Blockierungen und/oder Wiederholungen von Wörtern, Lauten oder Silben. Durch die auffälligen Symptome resultiert häufig eine Sprechangst und ein hoher Leidensdruck. Um psychischen Problemen entgegenzuwirken ist eine rechtzeitige Beratung und Behandlung dringend notwendig. Häufig mit dem Stottern verwechselt, wird das Poltern, bei dem durch eine erhöhte Sprechgeschwindigkeit Fehler in der Aussprache entstehen können und der Betroffene eine überhastete Sprechatmung zeigt.

Verbale Entwicklungsdyspraxie​n

Bei einer verbalen Entwicklungsdyspraxie ist die Planung der Bewegungen beim Sprechen gestört. Betroffene Kinder wissen oft genau, was sie sagen möchten, haben aber motorische Probleme die Mund- und Zungenbewegungen durchzuführen. Dies äußert sich primär in einer auffälligen Aussprache und kann sich mitunter stark auf das Sprechverhalten und das Selbstbewusstsein des Kindes auswirken. Das Sprachverständnis ist meist uneingeschränkt.

Artikulationsstörungen​

Bei einer Artikulationsstörung werden bestimmte Laute oder Lautkombinationen fehlerhaft gebildet. Teilweise wird der betroffene Laut komplett ausgelassen oder er wird durch einen anderen Laut ersetzt. Ursachen für eine Artikulationsstörung können eine verminderte Mund- und Zungenmotorik, organische Missbildungen (bspw. Lippen-Kiefer-Gaumspalte) oder Verletzungen im oralen Bereich sein. Es kann sich aber auch lediglich um eine falsche Angewohnheit der Durchführung von Sprechbewegungen handeln.

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)

Eine AVWS liegt vor, wenn, trotz gesundem Gehör, Einschränkungen in der Hörverarbeitung bestehen. Folgende Symptome können auftreten: Verringerte Hör-Merkspanne (schwaches Kurzzeitgedächtnis), Probleme beim Unterscheiden von Lauten, Einschränkungen bei der Trennung von Nutz- und Störschall und Auffälligkeiten beim Nachsprechen unbekannter Silben. Eine AVWS kann diagnostiziert werden von Kinder-, Jugend- oder Schulpsychologen (-psychiater), HNO-Ärzten und Pädaudiologen.

Myofunktionelle Störungen​

Eine myofunktionelle Störung wird in der Regel vom Zahnarzt oder vom Kieferorthopäden diagnostiziert. Meist besteht ein viszerales Schluckmuster, bei dem die Zunge zum Auslösen des Schluckaktes nicht gegen den harten Gaumen, sondern gegen die Schneidezähne drückt und so der Grund für Zahnfehlstellungen sein kann. Zusätzlich kann eine myofunktionelle Störung auch eine eingeschränkte Mundmotorik oder eine schwache orale Muskulatur beinhalten.