Kostenübernahme

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten für eine logopädische Behandlung? Dies ist eine häufig gestellte Frage, die oftmals für Unsicherheit sorgt. Tatsächlich hängt die Kostenübernahme von verschiedenen Faktoren ab. Hauptsächlich geht es dabei um die Versicherungsart. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick.

Wir stehen Ihnen bei Fragen die hierzu aufkommen selbstverständlich auch gern für eine persönliche Beratung zur Verfügung.

Gesetzlich Versicherte

Die gesetzliche Krankenkasse untergliedert sich in die folgenden Kassenarten:

  • Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK)
  • Betriebskrankenkassen (BKK)
  • Innungskrankenkassen (IKK)
  • Landwirtschaftliche Krankenkassen (LKK)
  • Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS)
  • Ersatzkassen (EK): dazu zählen DAK, KKH, Barmer, TK, HKK und HEK

Diese Kassenarten stehen alle auf einer Ebene, sodass diese grundsätzlich alle für eine Heilmittelbehandlung wie Logopädie aufkommen. Dazu benötigt es lediglich eine Heilmittelverordnung (Rezept) vom Arzt, welche die medizinische Notwendigkeit nachweist. Für Kinder unter 18 Jahren entstehen dann keine weiteren Kosten. Für Personen über 18 Jahren beststeht eine Zuzahlung von 10€ und 10% des Rezeptwertes.

Privat Versicherte

Die Möglichkeit, bei einer privaten Krankenkasse (PKV) versichert zu sein, besteht, wenn der eigene Verdienst die Versicherungspflichtgrenze übersteigt oder Sie selbstständig Tätig sind.

Um als privat Versicherter die Übernahme der logopädischen Behandlung von der Krankenkasse zu erlangen, ist eine Heilmittelverordnung nötig, aus der die Indikation ersichtlich wird. Zusätzlich ist es ratsam, vorher mit der eigenen Krankenkasse zu klären, inwieweit diese die Behandlungskosten übernimmt, da dies je nach Vertrag mit der privaten Krankenkasse unterschiedlich geregelt ist. So kann es beispielsweise sein, dass diese die logopädische Behandlung nur teilweise übernimmt. Unabhängig davon, was Ihre Krankenkasse Ihnen erstattet, müssen Sie zunächst den kompletten Betrag an die logopädische Praxis zahlen. Dafür schließen Sie einen Behandlungsvertrag mit der logopädischen Praxis ab.

Die tatsächlichen Kosten einer logopädischen Behandlung sind je nach Praxis unterschiedlich. Empfohlen wird immer wieder der 1,8- bis 2,3-fache vdek-Satz.

 

Beihilfe

Zusätzlich zu einer gesetzlichen oder einer rein privaten Krankenversicherung besteht noch die Möglichkeit, Anspruch auf Beihilfe zu haben. Dies ist bei Angehörigen des öffentlichen Dienstes und deren Ehepartnern und Kindern der Fall. Hier unterstützt der Dienstherr (Bund oder Land) den Beamten im Krankheitsfall mit 50 – 80% der Kosten, im Rahmen der Beihilfe. Der nicht übernommene Anteil muss selbst bezahlt werden oder man schließt einen Beihilfeergänzungstarif bei einer privaten Krankenversicherung ab, der diesen Anteil ausgleicht

Heilmittel wie eine logopädische Behandlung sind grundsätzlich beihilfefähig. Dazu benötigen Sie eine Heilmittelverordnung (Rezept), auf der die Art der Behandlung, die Anzahl der Behandlungen und die Diagnose vermerkt sind. Generell gelten Beihilfeberechtigte als Privatversicherte. Die Preise der logopädischen Behandlung sind also abhängig von der logopädischen Praxis und in einem Behandlungsvertrag festgehalten.

In unserer Praxis bezahlen Sie, wenn Sie Anspruch auf Beihilfe und einen Beihilfeergänzungsvertrag haben die gleichen Preise wie für privat Versicherte. Wenn Sie Anspruch auf Beihilfe haben, aber keinen Beihilfeergänzungsvertrag, zahlen Sie in unserer Praxis den beihilfefähigsten Höchstpreis. Somit werden in der Regel in beiden Fällen die kompletten Kosten von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Heilfürsorge

Eine besondere Form der Fürsorge stellt die Heilfürsorge dar, welche weder zur privaten noch zur gesetzlichen Krankenversicherung zählt. Anspruch darauf haben aktive Beamten, deren Arbeitsplatz als besonders gefährlich angesehen wird. Dazu zählen typischerweise Feuerwehrleute, Polizisten, Soldaten und Justizvollzugsbeamte, da bei diesen Berufsgruppen von einem erhöhtem Berufsrisiko ausgegangen wird.

Bei der Heilfürsorge übernimmt der Dienstherr (Bund oder Land), wie bei der Beihilfe, entstehende Kosten im Krankheitsfall. Die Leistungen der Heilfürsorge sind mit denen der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar. Somit werden auch Heilmittel, wie eine logopädische Behandlung, von der Heilfürsorge übernommen. Zudem werden diese komplett übernommen, sodass, im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten, keine Zuzahlung geleistet werden muss.

Ihre Ansprechpartnerin

Inga Sprengel absolvierte 2013 ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin an der medizinischen Akademie in Leipzig und ist seither in der Sprech- und Sprachtherapie für Kinder und Jugendliche tätig. Im Januar 2020 erlangte sie zusätzlich ihr Zertifikat zur LRS-Trainerin.

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