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Hörstörungen bei Kindern

Hörstörungen beeinflussen die Sprachentwicklung stark und sollten möglichst früh erkannt und behandelt werden. Durch eine Früherkennungsuntersuchung bei Neugeborenen können angeborene Hörstörungen meist schnell diagnostiziert und behandelt werden. Doch insbesondere bei erworbenen Hörstörungen ist zusätzlich die Aufmerksamkeit der Eltern gefragt, die das Verhalten ihres Kindes aufmerksam beobachten sollten.

Häufige Ursachen für Hörstörungen im Kindesalter

Hörstörungen im Alter von 2-7 Jahren sind meist die Folge häufiger Erkältungen, akuter Mittelohrentzündungen oder vergrößerter Rachenmandeln. Diese können zu einem sogenannten Paukenerguss führen, bei dem es zu einer Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr kommt. Die Symptome sind meist ein Druckgefühl im betroffenen Ohr und eine Hörminderung. Häufig ist bei einer solchen Hörstörung zunächst nicht klar: Hört das Kind wirklich schlecht oder ist es einfach trotzig und will nicht hören? In diesem Fall ist ein Besuch beim HNO-Arzt / Pädaudiologen wichtig, um ein Tonaudiogramm (Hörtest) durchzuführen und die entsprechende Problematik zu klären und zu behandeln.

Wann sollte eine logopädische Behandlung erfolgen?

Besteht eine Hörstörung über einen längeren Zeitraum, weil sie unerkannt bleibt oder die Behandlung fehlschlägt, können Sprachstörungen entstehen. Meist stagniert das Kind entweder in seiner Sprachentwicklung oder die Aussprache wird hörbar schlechter. In einem solchen Fall sollte direkt im Anschluss an die Behandlung der Hörstörung eine logopädische Therapie erfolgen, um dem Kind die Möglichkeit zu geben die Verzögerung schnellstmöglich wieder aufzuholen. Zunächst muss jedoch die Ursache der Hörstörung geklärt und behandelt werden.

Was passiert beim Einsetzen von Paukenröhrchen​

Sind Behandlungen wie abschwellende Nasentropfen, Wärme oder andere Maßnahmen erfolglos, wird den Eltern des betroffenen Patienten meist zu einer Paukendrainage geraten. Hierbei werden feine Röhrchen aus Kunststoff oder Metall unter Vollnarkose in das Trommelfell eingesetzt und sorgen so für eine bessere Belüftung des Mittelohres. Meist stoßen sich die Röhrchen nach ein paar Monaten von selbst in den äußeren Gehörgang ab und fallen unbemerkt raus. Das Trommelfell wächst anschließend wieder zu.

Angeborene Hörstörungen

Durch das gängige Hörscreening bei Neugeborenen können Schwerhörigkeiten im besten Falle bereits in der ersten Lebenswoche erfasst und zeitnah behandelt werden. Meist ist eine angeborene Schwerhörigkeit auf genetische Faktoren zurückzuführen. Behandlungsmöglichkeiten können ein Hörgerät oder ein Cochlea Implantat sein. Eine logopädische Behandlung erfolgt meist begleitend, um das Kind beim Erlernen von Artikulationsvorgängen zu unterstützen.

Ihre Ansprechpartnerin

Inga Sprengel absolvierte 2013 ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin an der medizinischen Akademie in Leipzig und ist seither in der Sprech- und Sprachtherapie für Kinder und Jugendliche tätig. Im Januar 2020 erlangte sie zusätzlich ihr Zertifikat zur LRS-Trainerin.