Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung

Eine AVWS liegt vor, wenn trotz gesundem Gehör, Einschränkungen in der Hörverarbeitung bestehen. Folgende Symptome können auftreten: Verringerte Hör-Merkspanne (schwaches Kurzzeitgedächtnis), Probleme beim Unterscheiden von Lauten, Einschränkungen bei der Trennung von Nutz- und Störschall und Auffälligkeiten beim Nachsprechen unbekannter Silben.

Was passiert bei einem AVWS Training?

Je nach Altersstufe geht es in erster Linie darum, dem Kind die Teilnahme am Schulalltag zu erleichtern. Behandlungsschwerpunkte werden hierbei individuell nach Leidensdruck bzw. den aktuellen schulischen oder auch alltäglichen Defiziten festgelegt. Dabei geht es meist darum, dem Kind über die Aneignung von Strategien bestimmte Lernvorgänge zu erleichtern. An erster Stelle steht hierbei oft die Motivation, da diese bei Schulkindern mit AVWS häufig durch vorangegangene Misserfolge bereits gering ist. Zusätzlich ist insbesondere zwischen Therapeuten/in, Eltern und Förderkräften eine enge Absprache ausschlaggebend für eine erfolgreiche Behandlung.

Wie bekommt man einen Nachteilsausgleich?

Kinder mit AVWS haben das gleiche Recht auf einen Nachteilsausgleich in der Schule wie beispielsweise Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche. Hierfür ist wichtig, dass ein Kinder- Jugend- oder Schulpsychologe (-psychiater), HNO-Arzt oder Pädaudiologe bereits eine eindeutige Diagnose gestellt hat. Wurde eine AVWS diagnostiziert, ist eine enge Absprache mit den Lehrern / Förderkräften des Kindes wichtig, um dem Kind die Teilnahme am Unterricht zu erleichtern. Im Zuge der Diagnose erhalten Sie meist auch ein Rezept für eine logopädische Behandlung.

Ihre Ansprechpartnerin

Inga Sprengel absolvierte 2013 ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin an der medizinischen Akademie in Leipzig und ist seither in der Sprech- und Sprachtherapie für Kinder und Jugendliche tätig. Im Januar 2020 erlangte sie zusätzlich ihr Zertifikat zur LRS-Trainerin.